Am 23/02/2012 um 15:04 h
Bio ist gesund, aber…

Bio ist gesund, aber…
Bio-Erzeugnisse sind gesund. Das ist die allgemeine Auffassung, die man von biologischen Produkten hat. Doch woher kommt das? Stimmt das? Viele stellen sich Fragen zu Bio-Nahrung...zu unserem Gewissen, unserem Geldbeutel, unserem Organismus. Es wurden zahlreiche Studien über biologische Produkte durchgeführt. Sie führten zu unterschiedlichen Ergebnissen. Bio à la Une zieht Bilanz und beantwortet Ihre Fragen.
Keine Pestizide, warum ?
Fangen wir von vorne an. Eine biologische Frucht oder ein biologisches Gemüse ist ein Produkt, das ohne Pestizid- oder Düngerzusatz angebaut wird. Daraus leitet man logischerweise ab, dass dieses Gemüse oder diese Frucht gesund ist für unseren Organismus.
Studien haben gezeigt, dass biologische Produkte stärker gegen Antioxidantien wirken und mehr Vitamine als herkömmliche Produkte enthalten. Wir erinnern daran, dass die Moleküle der Antioxidantien krebsverhütend wirken. Die in biologischem Obst und Gemüse enthaltenen Fasern sind besonders hochwertig und werden von unserem Organismus besonders gut verdaut.
Die Superfrucht-Qualität in Verbindung mit Bio geht auf den pestizid- und düngerfreien Anbau zurück, denn dadurch kann die Frucht auf natürliche Weise gegen Umwelteinflüsse ankämpfen.
Die bei herkömmlichen Produkten zugesetzten Chemikalien dienen der Bekämpfung dieser Umwelteinflüsse, doch werden sie dadurch auch empfindlicher. Studien zeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen bestimmen Krankheiten und auf Obst befindlichen Chemikalien gibt. Sie könnten sogar Ursache bestimmter Störungen des Fortpflanzungssystems sein (Genitalfehlbildung, rückläufige Fruchtbarkeit usw.)
Bio-Produkte werden anders angebaut. Sie haben weniger Proteine, sind jedoch hochwertiger, weil sie mehr Aminosäuren enthalten, die für unseren Organismus lebenswichtig sind.
Es wurde nachgewiesen, dass Bio-Produkte im Allgemeinen mehr Vitamin C enthalten. Bei allen anderen Mineralien bestimmen jedoch im Wesentlichen die klimatischen Bedingungen die Vitaminmenge in der Frucht. Bei traditionellem Obst vergeht mehr Zeit zwischen Ernte und Verzehr, d.h. es braucht länger, bis es in unserem Teller liegt, wodurch ein größerer Vitaminverlust zu beklagen ist.
Was die Auswirkungen auf unsere Gesundheit angeht, haben zahlreiche Wissenschaftler nachgeforscht, ob Bio-Produkte tatsächlich gesund sind. Die Untersuchungen ergaben, dass Verbraucher biologischer Produkte infektionsresistenter sind. Eine schwangere Frau, die sich biologisch ernährt, hat weniger Pestizid-Reststoffe in ihrer Muttermilch. Es wurde ferner nachgewiesen, dass Bio-Obst weniger fest und die Haut dicker ist als bei herkömmlichem Obst. Was den Geschmack angeht, konnten in den Tests keine Unterschiede zwischen Bio- und Nichtbio-Produkten festgestellt werden. Bio-Erzeugnisse haben aufgrund der geringeren Menge an Pestiziden mehr Mikroben. Vergessen Sie nicht, dass Sie täglich Obst und Gemüse verzehren sollten, ganz gleich ob bio oder nicht.
Spezifische Auswirkungen auf den Organismus :
Alkekengi ist eine sehr gute Lösung bei Gelenkbeschwerden. Diese Frucht wurde lange Zeit in der traditionellen französischen Heilkunst verwendet. Sie ist in manchen Fällen wirksamer, als eine Thermalkur.
Die Heidelbeere ist bekannt für ihre Fähigkeit, die Retina zu aktivieren und das nächtliche Sehen zu verbessern. Sie schützt das Netzhautgewebe besonders gut und erhöht generell die Sehfähigkeit. Sie gehört zu den Früchten mit einem besonders hohen Anteil an Antioxidantien;
Die Noni ist eine Frucht, die direkt aus Französisch Polynesien stammt. Der Legende zufolge hält sie den Organismus jung. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass sie sehr reichhaltig ist und Mineralien, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor und Vitamin B2, B5, B6, B5, B12, E, C, und PP enthält. Diese Legende geht ferner auf die Tatsache zurück, dass die Frucht auf die Zirbeldüse einwirkt und somit für gute Laune sorgt.
Schisandra ist ideal für Paare. Sie erhöht die Libido, da sie wie ein Aphrodisiakum wirkt. Diese aus China kommende Frucht wird „die Frucht mit den 5 Geschmäckern“ genannt, denn sie ist salzig, süß, bitter, scharf und sauer zugleich. Man ordnet sie seit dem ersten Jahrhundert der Kategorie der höheren Pflanzen zu, da sie zahlreiche Vorzüge hat, unter anderem, das Gleichgewicht des Körpers aufrechtzuerhalten.
Wenn Sie ein Mann sind, könnte der Granatapfel interessant für Sie sein, denn er wirkt wie natürliches Viagra. Experimente mit Kaninchen ergaben, dass der Granatapfelsaft eine ähnliche Wirkung wie Viagra hat, d.h. er steigert den Stickstoffmonoxidgehalt und die Blutkonzentration.
Wenn Sie eine Frau sind, sollten Sie sich für die Moosbeere Cranberry interessieren. Bei regelmäßigem Verzehr beugt diese in Sümpfen oder Gebirgswäldern wachsende Beere Harnwegsinfektionen vor.
Ja, aber
Viele sind mit dem Bio-Prinzip einverstanden und erkennen dessen Vorzüge ohne Weiteres an, verweisen jedoch oft auf Negativpunkte: d.h.: Bio ja, aber nur dann, wenn es nicht zu teuer ist. Bio ja, aber nur, wenn es nicht aus zu großer Ferne kommt.
Viele stellen ersteres Argument in den Vordergrund, um dem Image von Bio-Produkten zu schaden. Es stimmt, biologische Produkte sind meistens teuer als herkömmliche Produkte. Die Differenz liegt im Schnitt bei 58%, wobei sich der Unterschied zunehmend verringert. Das Problem ist jedoch nicht der Preis. Wenn man auf Bio umstellt, muss man seine Gewohnheiten ändern und nicht einfach nur „Bio“ kaufen: Sie sollten Nahrungsmittel zubereiten und diese nicht bereits fertig zubereitet kaufen, in Ihrem Garten Erzeugnisse anpflanzen, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, in größeren Mengen einkaufen (biologische Produkte halten länger), weniger verschwenden, Saisonprodukte kaufen, Preise vergleichen usw. Tipps gibt es ohne Ende. Bio-Produkte haben einen größeren Energiegehalt als herkömmliche Produkte, man muss also weniger essen, um satt zu werden. In zahlreichen Büchern wird über den angeblich teuren Bio-Konsum berichtet, der sich häufig als falsch herausstellt.
Hier unsere Liste für Bio-Lektüre.
Das zweite Anti-Bio-Argument im Zusammenhang mit der Herkunft der Produkte wird oft bei Verbraucherumfragen genannt. Viele fragen sich, ob man Bio-Produkte aus dem Ausland oder lieber lokale Produkte, die nicht aus biologischem Anbau stammen, konsumieren soll. Derzeit wird fast die Hälfe der im Geschäft erhältlichen Bioprodukte importiert. Nehmen wir ein Beispiel: Kauft man eine Bio-Birne, die aus Südamerika kommt, ist dies keine nachhaltige Geste. Jeder vernünftige Mensch möchte transportbedingte Treibhauseffekte vermeiden, doch der Weg ist weit, bis diese Birne bis in Ihr bevorzugtes Bio-Geschäft transportiert wurde. Welche Lösung gibt es hier? Viele Öko-Verbände befürworten den Verzehr lokaler Erzeugnisse. Sie kommen mehr und mehr in Mode. Bio essen, mit lokalen, saisonalen Erzeugnissen scheint die beste Lösung zu sein. Bei Ernährung muss man sich also entscheiden und manchmal auch Opfer bringen. Bequeme Ernährung gegen gesunde Ernährung.
Von Mathieu Doutreligne.


























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