Am 15/05/2012 um 13:55 h
Biene als Umweltbarometer
Die Biene als Umweltbarometer
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Die Biene, das kleine schwarz und gelbe Insekt ist für unsere Umwelt und gar den Menschen wichtiger als gedacht. Zitieren wir Albert Einstein und versuchen wir zu verstehen, weshalb die Biene für unsere Umwelt ein Barometer darstellt: „Wenn die Bienen verschwinden würde, könnte die Menschheit nur noch wenige Jahre überleben…“ Es summt seltener in Deutschland, denn es gibt immer weniger Bienen. In den vergangenen Jahren sind rund 300.000 Bienenvölker gestorben. Intensive Landwirtschaft und Parasiten machen ihnen zu schaffen. Mit fatalen Folgen auch für uns: Denn von Bienen hängt ein Drittel unserer Lebensmittelproduktion ab. Die Obstblüte ist vielerorts in vollem Gange und die Biene schwirren aus. Bis zu 300 Blüten besuchen sie am Tag. Doch Parasiten und die Intensivierung der Landwirtschaft bedrohen das Überleben der Bienenvölker. Dabei sind sie Rindern und Schweinen sind Bienen die volkswirtschaftlich wichtigsten Haustiere. Ihr Nutzen liegt dabei nicht allein in dem produzierten Honig. Viel entscheidender ist ihre Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft, von der ein Drittel unserer Lebensmittelproduktion abhängt. Die Umweltorganisation WWF beziffert ihren wirtschaftlichen Nutzen mit zwei Milliarden Dollar im Jahr.
In Deutschland ist der Bienenbestand in den vergangenen Jahren bereits um rund 300.000 Völker Neben der Milbe macht ihnen andererseits die Intensivierung der Landwirtschaft zu schaffen. Die lebensnotwendige Blütenvielfalt geht dadurch verloren. Wiesen werden meist schon vor der Blüte gemäht. Blühende Unkräuter werden bekämpft, Insektizide und Pestizide schaden den Bienen. „Die Bienen finden immer weniger Nahrung“, sagt auch Imker Thomas Radetzki. Im schwäbischen Rosenfeld hat er 1986 die Vereinigung Mellifera gegründet, die sich für eine artgerechte Imkerei einsetzt. Denn die Stadtbienen sind häufig besser versorgt als ihre Verwandten vom Land. „Mittlerweile sind Großstädte das wahre Paradies für die Bienen.“, erklärt Imker Erhard Maria Klein.
Das kommt wiederum den Obst- und Gemüsesorten zugute, die ohne die Bienenbestäubung keinen Ertrag mehr liefern. „Als Imker bin ich verantwortlich für die Vielfältigkeit der Landwirtschaft“, sagt Radetzki. Auch der Imker Klein hat sich Gedanken gemacht: Er hat eine sogenannte Bienenkiste konstruiert, eine Art Imkerei für den Hausgebrauch: Diese Holzkiste ist nur einen Meter lang und einen halben Meter breit und deswegen für fast jeden Haushalt geeignet. „Jeder kann sich so eine Kiste in den Garten oder Hinterhof stellen“, sagt er. Mehr als 200 Freizeitimker haben die Kiste bereits aufgestellt.
Rédaction : Mathieu Doutreligne |





























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