Am 10/08/2011 um 16:21 h
Haus: Bio-Waschmittel
Die Verwendung von aggressiven, chemischen Waschmitteln und die daraus entstehenden Abwässer sind das reinste Gift für die Umwelt. Hier einige einfache Tipps, wie sie ihre Wäsche waschen und dabei schonender mit der Umwelt umgehen können.
Ein erster Schritt zu sauberer Wäsche ohne die Umwelt zu belasten ist die Verwendung eines so genannten Bio-Waschmittels. Einige Hersteller mit einem Sinn für die Umwelt haben Waschmittel entwickelt, deren Inhaltstoffe pflanzlicher Herkunft und komplett biologisch abbaubar sind. Solche Waschmittel sind nicht nur schonender für die Umwelt sondern auch für ihre Wäsche, die sich so langsamer abnutzt, und für sensible Haut. Unter dem Druck der Verbraucher, vor allem auch aufgrund der mehr und mehr verbreiteten Allergien, nimmt der Trend zu Bioprodukten zu und man findet sie nun sowohl in Biomärkten als auch in herkömmlichen Supermärkten. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten wie Waschnüsse oder Waschkugeln, welche die Waschmittel komplett überflüssoig machen sollen, aber zur Zeit gibt es noch keine Belege, dass deren Verwendung effektiver ist als eine einfache Wäsche mit klarem Wasser. Die Biowaschmittel bieten neben den "grünen" Inhaltsstoffen einen weiteren Vorteil. Sie sind oft hoch konzentriert, was zum einen die bei jeder Wäsche verwendete Menge reduziert und zum anderen für kleinere Verpackungen sorgt. So ist das flüssige, ökologische Waschmittel aus pflanzlicher Seife von Avenir en Vert (1) dreifach konzentriert und eine 1 Liter Flasche wäscht somit die gleiche Menge Wäsche wie 3 Liter herkömmliches Waschmittel. Umweltschonend dank starker Konzentration und kleinerer Verpackung, also weniger Material, was recycelt werden muss. Flüssiges, ökologisches Waschmittel Avenir en vert, Leader Price, 3.95 €.
Noch ein Tipp : Geben sie neben dem Waschmittel noch ein wenig Natriumkarbonat zu ihrer weißen Wäsche dazu. Das Pulver übernimmt hierbei die Rolle eines Bleichmittels ohne jedoch so aggressiv zu sein, wie herkömmliche Bleiche. Sie können es selbst für empfindlichere Stoffe oder Synthetik verwenden, außer für Leinen und Seide. Und sollten aus dem Wäschekorb mit der schmutzigen Wäsche unangenehme Gerüche aufsteigen, streuen sie einfach etwas Natriumkarbonat drüber, die Gerüche verschwinden.
Neben der Verwendung weniger schädlicher Waschmittel sollten sie jedoch auch noch bei jeder Wäsche einige zusätzliche Maßnahmen treffen, um den schädlichen Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren. Zunächst ist es unnötig, ein Waschmittel überzudosieren, dies erhöht keinesfalls die Waschkraft. Orientieren sie sich an den Dosierungsangaben auf der Verpackung je nach Härtegrad des Wassers und widerstehen sie der Versuchung, ein bisschen mehr hinzuzugeben "nur für den Fall der Fälle". Sollte die Wäsche stark verschmutzt sein, so weichen sie sie zuvor ein anstatt die Dosierung des Waschmittels zu erhöhen. Zudem sparen sie beim bewußten Dosieren richtig Geld! Achten sie auch darauf, dass sie die Trommel der Waschmaschine auch ganz füllen, denn es ist ein Irrglaube, dass eine prall gefüllte Waschmaschine zu schlechteren Waschergebnissen führt. Ganz im Gegenteil. Wiegen sie doch einfach mal die Wäschemenge, die ihre Waschmaschine waschen kann. Verwenden sie hierfür ihre normale Badezimmerwaage. Sie werden überrascht sein, wieviel Wäsche 5 kg wirklich sind! Und wenn sie einmal wirklich nur eine kleine Menge Wäsche zu waschen haben, verwenden sie die entsprechende Funktion ihrer Maschine für eine halbvolle Trommel. Zudem wird die meiste Wäsche, Buntwäsche, leicht dreckige Baumwolle, Synthetik oder empfindliche Textilien auch bei niedrigen Temperaturen von 30° bis 40° C sauber, was die zum Aufheizen des Wassers nötige ENergie reduziert. So schonen sie nicht nur ihre Wäsche, sondern auch das Portemonnaie und den Planeten! Auch eine gute Idee sind Waschmaschinen mit Zeitschaltfunktion, so können sie den Start der Waschmaschine vorprogrammieren und sie startet dann zu Zeiten, in denen der Strom billiger ist. Zudem ist ihre Wäsche dann fertig und sauber, wenn sie nach Hause kommen, was ihnen Zeit spart. Soweit möglich, sollten sie auf einen Wäschetrockner verzichten, auch wenn dies wirklich einfacher ist. Diese Geräte verbrauchen nämlich bei einem Durchgang 2- bis 3-mal soviel Energie wie die Waschmaschine selbst. Damit ihre Wäsche so trocken wie möglich aus der maschine kommt, sollten sie stattdessen einen Schleudergang bei hohen Umdrehungszahlen (1200 UPM) wählen und die Wäsche dann in einem gut gelüfteten Bereich aufhängen. So beugen sie auch dem vorzeitigen Verschleiß ihrer liebsten Kleidungsstücke vor. Denken sie auch daran, dass das Bügeln, wie auch das Trocknen, Energie verbraucht. Sortieren sie die Wäsche vorher und reduzieren sie so die Wäschemenge, die wirklich gebügelt werden muss. Das Hemd für die Arbeit ja, aber ein Küchen- oder Badetuch? Ist das wirklich nötig? Es reicht zumeist, sie nach dem Waschen ordentlich zum trocknen aufzuhängen, um die Anzahl an Falten zu reduzieren. Außerdem haben sie so mehr Zeit für interessantere Beschäftigungen...
Von Stéphanne Coignard



























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